Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben

In Zeiten, in denen die moderne Medizin immer leistungsfähiger wird, gewinnt diese Aussage von Cicely Saunders, der Mitbgründerin der Hospizbewegung, immer mehr an Bedeutung. Dank der modernen Apparatemedizin ist es heute immer mehr möglich, Leben zu verlängern. Aber ist das immer erstrebenswert ? Ist es immer die Verlängerung des Lebens , oder ist es nicht auch oft die Verlängerung eines Zustands ?

Ist es erstrebenswert mit Hilfe einer Magensonde ein paar Wochen länger künstlich ernährt und so am Sterben gehindert zu werden, wenn man aus Gründen von Krankheit oder Gebrechlichkeit sich nicht mehr ernähren kann oder will  und keine Aussicht besteht, daß sich dieser Zustand wieder ändern wird ? Ist es erstrebenswert, künstlich beatmet zu werden, wenn keine Aussicht besteht, in ein lebenswertes Leben zurück zu kehren ?

Immer mehr Menschen erklären, daß sie das nicht wollen, sondern daß sie in Würde sterben wollen. Jeder Mensch hat das Recht auf einen würdevollen Tod. Oft sind es allerdings rechtliche Gründe, die Ärzte vor allem in Krankenhäusern daran hindern, diesen Menschen die Magensonde oder die Beatmung zu ersparen.

Mit einer Patientenverfügung kann man deshalb Rechtssicherheit schaffen, indem man schriftlich festlegt, daß man , wenn man sich unweigerlich im Sterbeprozeß befindet oder keine Aussicht auf Rückkehr in ein lebenswertes Leben mehr besteht, verlangt, daß Maßnahmen unterbleiben, die den würdevollen Tod verhindern.

Dies Patientenverfügung kann jeder für sich schreiben, sie muß nur klare und konkrete Aussagen beinhalten. Formulierungen wie „ich will nicht an Schläuche angeschlossen werden“ oder „ich will nicht an Apparate angeschlossen werden“ reichen nicht aus.

Konkrete Hinweise erhalten Sie zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesjustizministeriums.

Auch wir beraten Sie gern. Wenn Sie möchten, erarbeiten wir mit Ihnen eine Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht, die wir Ihnen ausführlich erklären und in der wir bezeugen, daß Sie sie im vollen Besitz Ihrer geistigen Fähigkeiten unterzeichnet haben.

Da es sich hierbei allerdings um eine zeitaufwändige Beratung handelt, die von der Krankenkasse nicht vergütet wird, müssen wir Ihnen diese Tätigkeit privat berechnen.

Sprechen Sie unsere Mitarbeiterinnen oder uns an.

 Wenn schon sterben, dann zuhause

Palliativmedizin: Mein Tod gehört mir